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CTRL the chaos
CTRL THE CHAOS.
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Design als Betriebssystem
Ein Corporate Design, das nach vielen Jahren noch genauso aussieht wie am ersten Tag, hat möglicherweise ein Problem.
Unternehmen verändern sich. Medien verändern sich. Und manchmal ändert sich gefühlt alles gleichzeitig.
Als wir das Corporate Design der EUROGARANT AutoService AG neu entwickelten, war deshalb schnell klar: Wir brauchten keine Gestaltung, die möglichst lange unverändert bleibt. Wir brauchten ein System, das Veränderung aushält.













































2021 war die Kommunikationswelt von EUROGARANT längst nicht mehr nur Briefbogen, Broschüre und Anzeige. Websites, Apps, digitale Anwendungen, Videos und Animationen kamen hinzu. Unterschiedliche Bildschirmgrößen machten feste Formate endgültig zur Illusion.
Das war der Ausgangspunkt unserer Gestaltung: Wenn sich die relevaten Medien und Kommunikationsinhalte ständig verändern, muss sich das Design mit ihr verändern können.
Also haben wir nicht mit Farben angefangen. Und auch nicht mit der Frage, wie das neue Logo aussehen soll. Sondern mit Regeln.
Das neue Signet wurde kompakter und geometrischer. Signet und Schriftzug können gemeinsam oder getrennt eingesetzt werden. Selbst die Farbe ist nicht sakrosankt: Je nach Untergrund darf sich das Zeichen verändern. Wiedererkennbarkeit entsteht nicht dadurch, dass überall zwanghaft dasselbe Blau auftaucht.
Dazu kommt Montserrat als frei verfügbare Hausschrift. Ein Icon-System, das lieber verständlich als originell sein will. Und eine Bildsprache, die nicht vorschreibt, welche Bilder verwendet werden dürfen, sondern wie sehr unterschiedliche Bilder zu EUROGARANT werden.
Das klingt zunächst nach weniger Corporate Design.
Tatsächlich ist es mehr.
Regeln sind dazu da, Freiheit zu schaffen. Ein starres Gestaltungsraster funktioniert hervorragend – solange niemand etwas damit macht, was beim Entwurf nicht vorgesehen war.
Im Alltag passiert allerdings genau das. Neue Geschäftsfelder entstehen. Eine App kommt hinzu. Ein Messestand muss plötzlich laut sein. Ein Video bewegt sich. Ein Smartphone ist hochkant. Eine Präsentation quer. Und irgendeiner braucht morgen früh noch eine Grafik, von der heute niemand wusste.
Man kann versuchen, dieses Chaos zu verhindern.
Oder man kann es gestalten.
Für EUROGARANT haben wir deshalb einen visuellen Baukasten entwickelt, dessen Elemente sich kombinieren, trennen und immer wieder neu zusammensetzen lassen. Strenge Formen treffen auf freie Flächen. Unterschiedliche Bilder bekommen durch ihre Begrenzung eine gemeinsame Sprache. Icons strukturieren komplexe Inhalte. Farbe kann führen, muss aber nicht die Identität tragen. Bewegung wird nicht als Störung des Corporate Designs verstanden, sondern als Teil davon.
Und dann kommt das echte Leben.
Heute kann ein EUROGARANT-Messestand ziemlich anders aussehen als eine Broschüre. Eine digitale Anwendung anders als eine Anzeige. Eine Präsentation anders als eine Website.
Gut so.
Denn Corporate Design ist kein Korsett. Es soll nicht dafür sorgen, dass alles gleich aussieht. Es soll dafür sorgen, dass Unterschiedliches zusammengehört.
Das ist ein kleiner, aber entscheidender Unterschied.
Ein gutes Betriebssystem schreibt nicht vor, was darauf entstehen darf. Es schafft die Voraussetzungen dafür, dass sehr unterschiedliche Dinge funktionieren. Genau so verstehen wir Corporate Design.
Nicht als Sammlung fertiger Vorlagen, sondern als System aus Prinzipien, Regeln und Freiheiten. Stark genug, um eine Identität erkennbar zu machen. Offen genug, um auf Anforderungen reagieren zu können, die beim Entwurf noch niemand kannte.
Bei EUROGARANT funktioniert dieses Prinzip seit Jahren.
Und wenn das Corporate Design dabei heute nicht mehr genauso aussieht wie am ersten Tag, ist das kein Fehler.
Das würden wir selbst gern wissen.