Alles auf Google?

Mit Google Adwords Kunden fangen ist bequem – das ist unbestritten. Aber beweist der Unternehmenserfolg, dass es sich lohnt „alles auf Google zu setzen”? Welche Chancen und Risiken birgt diese Online-Blackbox, in der mittlerweile bereits große Teile der gesamtdeutschen Marktetingbudgets verschwinden? Braucht der moderne Marketingleiter eher eine solide Statistikausbildung oder ist kommunikatives Fingerspitzengefühl nach wie vor ein wichtiges Mittel für erfolgreiche Werbung?

Google Adwords oder werben wie zu Omas Zeiten?

Von SEO* zu SEM*: Wie investieren Sie im Onlinemarketing?

Während bis vor kurzem der Inhalt Ihrer Seite ganz entscheidend dafür war, dass Ihre Seite nicht nur aufgefunden, sondern auch gut gefunden wird, erleben wir mittlerweile einen schleichenden Wechsel zur Automatisierung der Kommunikation. Entsprechend werden Marketingaufwendungen von Kommunikation und SEO (Search Engine Optimization) auf SEM (Search Engine Marketing) verschoben.

Was im ersten Moment äußerst gewinnbringend aussieht (Sie bezahlen hier nur den tasächlich erfolgten Besuch) kann sich langfristig zur Marketingfalle entwickeln: Während die inhaltliche Verfeinerung Ihrer Onlinepräsenz (zum Beispiel mit wirkungsvollen Videos) sowie SEM-Investitionen eine dauerhafte Wirkung zeigen, muss der Erfolg durch Suchmaschinenmarketing Monat für Monat erneut bezahlt werden.

Und durch SEM erkaufter Erfolg wird kontinuierlich teurer, da Sie gegen den Wettbewerb und manchmal sogar gegen sich selbst anbieten müssen. Man kann die Entscheidungskriterien zwischen SEO und SEM vergleichen mit den Kriterien, die für oder gegen Kauf und Miete einer Immobilie gelten: Während die Investition für SEO im ersten Moment höher erscheinen, schaffen Sie damit ein Fundament, das bei regelmäßiger Pflege einen Werterhalt oder sogar eine Wertsteigerung für Ihre Marke und Kommunikation bedeutet – während Sie bei SEM Monat für Monat Geld verlieren und am Ende genauso wenig besitzen wie zu Beginn Ihrer Investition. [Mehr]

Wie zuverlässig sind die Zahlen von Dr. Google?

Google ist keine gemeinnützige Initiative und auch keine Open-Source-Community – Google ist ein gewinnorientiertes Unternehmen und verfolgt ganz offensiv eigenen Interessen. Dieser Aspekt wird bei anstehenden Mediaentscheidungen häufig völlig ausgeblendet. Entsprechend ist es nicht im Interesse von Google, dass Sie mit selbstdosierter Arbeit für Traffic auf Ihren Seiten sorgen, sondern Google möchte kontinuierlich an Ihren Marektingausgaben verdienen und an Ihren Investitionen wachsen.

Entsprechend ausgereift ist die Google-Vermarketingstrategie … für Google. Und dennoch vertrauen viele Unternehmen nahezu blind auf schwer prüfbare Statistiken und die Schlussfolgerungen daraus zu Nutzung und Nutzerverhalten, Besuchererwartungen, Nutzerprofilen und allgemeinen Zukunftstrends im Such- und Kaufverhalten der Menschen.

Wir halten es für ratsam, nicht zu vergessen, dass Sie beim Suchmaschinenmarketing mit Google den Bock zum Gärtner machen. Denn Sie erhalten Prognose und Zielerreichung, Leistungsversprechen und Leistungsmonitoring fast ohne eigene Kontrollmöglichkeiten aus einer Hand.

Es mag kleinkariert klingen und sicher ein bißchen nach konservativer Maschinenstürmerei: Sie sollten nicht alles glauben, was Google automatisch generiert. Testen Sie doch einmal – zum Beispiel mit dem Google-Analytics Echtzeit-Tracking, mit welchem Standort und welcher Besuchszeit Google Ihr Smartphone beim Besuch auf Ihrer Homepage ortet. Vielleicht werden Sie sich wie wir Kontrolltools wünschen, als aus Essen, unserem Aufenthaltsort, das Venedig des Ostens Dresden wurde und aus unseren 30 Sekunden Besuchszeit volle 5 Minuten Aufenthalt… Wenn das nicht reicht, überprüfen Sie die Zugriffsstatistiken Ihrer Seiten nach Zielseiten wie /pornhub-unibiz. Vielleicht werden auch Sie sich wie tausende besorgte Webseitenbetreiber fragen, ob Sie gehackt worden sind, wenn Google Ihrer Homepage Besucher solcher URLs zuordnet (Ihre Seiten sind in diesem Fall übrigens nicht gehackt worden, sondern es handelt(e) sich um temporäre Messfehler von Google).

Treffen Sie eigene Entscheidungen? Oder vertrauen Sie vollständig auf die automatische Kommunikation?
Dass Ihre Marke beim Verbraucher ankommt, ist der Auswahl des richtigen Mediums zur richtigen Zeit geschuldet. Wie Ihre Marke beim Verbraucher ankommt, liegt dagegen wesentlich an emotionalen Faktoren, an Sprache, Bildwelt und Gestaltung. Ob Ihre Kunden treu sind, Ihr Unternehmen akzeptieren, empfehlen und Sie von Preisdruck und Reklamationen freihalten, ist allein auf Ihr Unternehmensimage zurückzuführen.

Automatisierte Online-Kommunikation verschafft Ihnen unbestritten relavante Kontakte. Es ist dagegen völlig unmöglich, das Unternehmensimage zu steuern, denn in der Regel werden Sie erst nachträglich eine Ahnung erhalten, in welchem Umfeld Ihre Maßnahmen gezeigt wurden. Oder: Zunehmend werden Ihre Banner und Botschaften ohne manuelles Zutun automatisch aus dem Content Ihrer Webseite erzeugt.

Für eine zukunftsfähige Unternehmenskommunikation ist es dagegen unverzichtbar, zwischen automatisierter und individualisierter Kommunikation zu unterscheiden. Onlinevernetzung ermöglicht die Einbeziehung individueller Verhaltensweisen für ein großes Spektrum maßgeschneiderter, individualisierter Kommunikation – die automatisierte Kommunikation dagegen, wie sie zum Beispiel im Google-Affiliate-Netzwerk stattfindet, läßt Ihre Entscheidungskompetenz und Ihr Fingerspitzenfühl als Mensch und Marketingprofi völlig außer acht. Dort kommuniziert Software mit Menschen. Big-Data-Auswertung erzeugt zwar eine Menge Treffer und Traffic, ob Ihr Unternehmensimage, Marge und Erfolg dabei allerdings baden gehen, können Roboter und Maschinen nicht beurteilen.

Marketing wie zu Omas Zeiten: Oder was sollte man tun?

Big-Data und Onlinemedien ermöglichen ganz neue Optionen der individuellen Ansprache von Kunden und Interessenten. Marketing wie zu Omas Zeiten mit klassischen Medien und den zugehörigen Streuverlusten ist heute absolut nicht mehr vorstellbar. Doch gibt es eine Vielzahl attraktiver Alternativen zur vollständigen Automatisierung der Kommunikation, die es ermöglichen, die Kontrolle über Inhalte und Umfeld der eigenen Werbung zu behalten: Von Location-based-Services, also der umfeldbezogenen Werbung unter Nutzung der Geodatenübermittlung von Smartphones über flexibel bespielte Projektionsflächen (z.B. Infoscreens), die definierte Aspekte des Publikums wie z.B. das Geschlecht erkennen und die Botschaft daraufhin anpassen, bis zu Augmented Reality, der virtuellen Ergänzung von Drucksachen oder auch Messeexponaten – um nur einige Beispiel zu nennen.

Selbst die Ergänzung traditioneller Medien mit innovativen Techniken, wie z.B. eine Broschüre mit integriertem Videomonitor, bringt zusätzlich neue Aufmerksamkeit und emotionale Impulse für klassische Marketingkanäle.

pistolenherz_120x110
Wir sind da. Und wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.
Wir bringen Sie auf den Weg, damit Marketing trotz Automatisierung weiterhin Gestaltungsspielraum bietet und sich für Ihr Unternehmen lohnt.

Machen Sie sich ein Bild von unserer Haltung: